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KIWITTeilprojekt NBS

Unsere Arbeit

Fünf Arbeitsfelder zu der Frage, wie Künstliche Intelligenz in einer Hochschule ankommt und woran sich das ablesen lässt.

Wissensbasis zur KI-Regulierung

läuft, erster Lagebericht liegt vor

Arbeitsstrang Ulrich Hoffmann, Fachhochschule Wedel

Wie regeln Hochschulen den Einsatz von KI in Lehre und Prüfung?

Hochschulen schreiben derzeit Ordnungen, Leitlinien und Handreichungen zum Einsatz generativer Modelle, weitgehend unabhängig voneinander. Eine Übersicht über die getroffenen Entscheidungen existiert nicht.

Wir führen deshalb eine strukturierte Sammlung: Beschlüsse, Empfehlungen und Studien, jeweils erschlossen und eingeordnet. Sie besteht aus 236 Wikiseiten, davon 147 ausgewertete Studien, die ein Sprachmodell pflegt und die wöchentlich wächst. Daraus entsteht ein monatlicher Lagebericht.

Diese Sammlung ist ein eigener Bestand und gehört nicht zur Erhebung: Sie sammelt Dokumente über Regelungen, während die Erhebung zählt, wann und wo über KI gesprochen, geforscht und gelehrt wird.

Beantwortet Frage 04 auf Was wir messen.

Was in Lehrplänen steht

Erhebung läuft

Arbeitsstrang Fynn-Frithjof Kraft, NBS Hamburg

Wo taucht KI in den Modulen deutscher Hochschulen auf?

Modulhandbücher dokumentieren die tatsächlichen Lehrinhalte: welches Modul welchen Umfang hat, in welchem Studiengang. Sie liegen öffentlich, aber verstreut und in wechselnden Formaten.

Wir erheben sie in großer Zahl, klassifizieren sie und machen sie durchsuchbar. Der Bestand umfasst derzeit über 60.000 Modulhandbücher aus knapp 300.000 Hochschuldokumenten. Große Hochschulportale bauen ihre Seiten erst im Browser auf und sind über einen einfachen Abruf nicht erreichbar; sie werden über einen Browser ohne Anzeige erschlossen, der die Verzeichnisse selbst durchklickt.

Beantwortet Frage 02 · Frage 03 auf Was wir messen.

Öffentlichkeitsarbeit der Hochschulen

Datengrundlage im Aufbau

Arbeitsstrang Mathias Leonhardt, NBS Hamburg

Wie sprechen Hochschulen über KI — und wie verhält sich das zu ihrer Forschung?

Die Reihenfolge von Außenkommunikation und Forschungstätigkeit ist ein Hinweis darauf, über welchen Weg ein Thema in eine Organisation gelangt. Prüfen lässt sie sich nur, wenn beide Seiten erhoben sind.

Wir erschließen dafür Quellen: institutionelle Konten in Kurznachrichtendiensten, Pressemitteilungen, Publikationsverzeichnisse. Jede Auswertung nennt, für welche Hochschulen und welchen Zeitraum sie gilt.

Dieser Strang und die Lehrplanerhebung laufen in derselben Auswertung zusammen. Was sie beantworten soll, steht im Zielbild.

Beantwortet Frage 01 · Frage 04 · Frage 06 auf Was wir messen.

Der öffentliche Diskurs

Erhebung läuft, Auswertung im Aufbau

Arbeitsstrang Mathias Leonhardt, NBS Hamburg

Welche Positionen werden über KI in der Lehre vertreten?

Über KI an Hochschulen wird nicht nur in Pressemitteilungen gesprochen, sondern in Kommentarspalten und Kurznachrichten: von Studierenden, Lehrenden und einem breiten Publikum. Die Beobachtung dieses Diskurses gehört zum Auftrag der Forschungsgruppe.

Uns interessieren die vertretenen Geltungsansprüche: welche Behauptungen über zulässige Nutzung, Prüfungsleistung und Kompetenzverlust überhaupt aufgestellt werden, welche Gegenpositionen dazu existieren und welche davon gemeinsam auftreten. Aus dem erhobenen Bestand öffentlicher Beiträge entsteht dafür ein Inventar solcher Positionen, jede mit Belegstellen und einer benannten Untergrenze, ab der gerechnet wird. Gerechnet wird auf einem festen Stichtag; die Erhebung selbst ist auf Fortschreibung angelegt.

Ausgewertet wird auf Aggregatebene. Wir bilden keine Profile: Kontenkennungen gehen nur pseudonymisiert ein, je Konto begrenzt auf wenige Beiträge, damit einzelne vielschreibende Konten das Ergebnis nicht tragen. Namen, Klarnamen und Verknüpfungen über Plattformen hinweg werden nicht erhoben.

Beantwortet Frage 05 · Frage 06 · Frage 07 auf Was wir messen.

Werkzeuge für die Gruppe

Backend fertig, Einführung im Herbst

Arbeitsstrang Ernst Reinking, NBS Hamburg

Womit arbeitet eine Forschungsgruppe, die KI selbst einsetzt?

Damit die Gruppe arbeiten kann, braucht sie Infrastruktur: einen geordneten Zugang zu Sprachmodellen mit nachvollziehbaren Budgets und Verfahren für den Umgang mit KI-gestützter Entwicklung.

Der Modellzugang läuft über quelloffene Bausteine auf eigenen Servern. Nach außen geht allein die Anfrage an das Modell; bei einem selbst betriebenen Modell bleibt auch diese im Haus. Nutzerverwaltung, Rechte und Budgets sind Eigenentwicklung.

Alle Zwischenstände stehen in der Werkstatt.