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KIWITTeilprojekt NBS
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Eine Wissensbasis, die mitwächst

Wie 236 Seiten über KI-Regulierung zusammenkommen

Die Wissensbasis ist ein Wiki aus Markdown-Dateien. Jede Seite trägt einen Kopf mit strukturierten Angaben und darunter Text. Der Kopf ist die Navigation: Ein Sprachmodell liest zunächst nur ihn und entscheidet daran, ob der Text darunter für die aktuelle Frage überhaupt gebraucht wird.

Das Verfahren heißt Progressive Disclosure: erst das Inhaltsverzeichnis, dann bei Bedarf der Inhalt. Dasselbe steckt hinter den sogenannten Skills — abrufbaren Arbeitsanweisungen für ein Sprachmodell, von denen es zunächst nur die Kurzbeschreibung sieht und den vollen Text erst lädt, wenn die Aufgabe dazu passt. Damit lassen sich Bestände erschließen, die als Ganzes nicht in ein Kontextfenster passen.

Der Bestand umfasst 236 Seiten, Stand August 2026. Den größten Teil machen ausgewertete Studien aus — 147 —, daneben stehen Seiten zu Akteuren, zu Konzepten und Rechtsbegriffen, zu Gesetzestexten und archivierte Antworten auf wiederkehrende Fragen. Zwischen den Seiten liegen 924 Querverweise. Nach Ländern verteilt sich der Bestand auf 104 deutsche, 26 Schweizer und 24 österreichische Seiten; der Rest ist überregional oder europäisch.

Was hineinkommt und was nicht

Ein Job prüft montags, welche Veröffentlichungen neu sind, und schlägt Aufnahmen vor; entschieden wird im Dialog. Maßstab ist, ob eine Quelle als Beleg taugt: Begutachtete Arbeiten und Primärdokumente gehen ein, populärwissenschaftliche Texte allenfalls als kommentierter Hinweis.

Der Bestand ist auf den deutschsprachigen Raum begrenzt. Eine Quelle von außerhalb kann aufgenommen werden, wenn sich die Ausnahme begründen lässt; die Begründung steht dann in der Regeldatei, und die Seite selbst weist darauf hin.

Jede Seite trägt außerdem eine Einschätzung ihrer Belastbarkeit. Als schwach belegt gilt, was nur auf einem Einzelbericht ohne Primärquelle beruht oder eine laufende Verhandlung wiedergibt.

Begriffsdrift in der Taxonomie

Bei der letzten Strukturprüfung zeigte sich ein Begriffsdrift: Bezeichnungen, die heute verwendet werden, decken sich nicht mehr mit denen aus den ersten Wochen. Die Sammlung bleibt benutzbar, aber Fragen werden schlechter beantwortet, solange zwei Begriffssysteme nebeneinanderliegen.

Das ist bei einer wachsenden Taxonomie zu erwarten. Die Bereinigung im August 2026 hat 62 Dokumente betroffen, deren Verschlagwortung nicht mehr zu den Begriffen des Bestands passte, dazu uneinheitliche Schreibweisen. Ein Teil ließ sich selbständig korrigieren; wo zwei Bezeichnungen gleich gut passten, wurde entschieden.

Was daraus entsteht

  • Ein monatlicher Lagebericht zur Frage, wie Hochschulen KI regeln — zwei bis drei Seiten, nach den drei deutschsprachigen Ländern gegliedert, jeder Monat mit eigenen Schwerpunkten statt festem Raster
  • Antworten auf gezielte Fragen — etwa, worin sich Beschlüsse verschiedener Gremien unterscheiden
  • Eine belegte Quellenlage für die weitere Projektarbeit

Beitrag aus dem KIWIT-Teilprojekt NBS. Beschriebene Arbeit: Prof. Dr. Ulrich Hoffmann.